Januar 14

by Yücel Yanaz

Hand aufs Herz: Hast Du Dich schon einmal dabei ertappt, wie Du in einem Meeting eine eigentlich gute Idee eines Mitarbeiters abgeschmettert hast, nur weil sie nicht von Dir kam? Das größte Hindernis für exzellente Führung ist nicht mangelndes Fachwissen – es ist das ungezähmte Ego des Leaders. Souverän führen bedeutet heute: Dein Ego muss vom Fahrersitz auf die Rückbank wechseln.

Inhalt dieses Guides:

  1. Der Boss-Modus vs. Souveräne Führung: Eine neue Ära
  2. Charisma statt Manipulation: Der Birkenbihl-Check
  3. Die Ego-Fallen im Management: Wo Du Dich selbst sabotierst
  4. Psychologische Sicherheit: Das Fundament für High-Performance
  5. Die Vernetzung: Führung als Zusammenspiel aller Ebenen
  6. Leadership im Alltag: Vom Kontrolleur zum Mentor
  7. Fazit: Deine Souveränität ist die Grenze Deines Teams


1. Der Boss-Modus vs. Souveräne Führung: Eine neue Ära

Früher war Führung einfach: Der Chef hat gebrüllt, das Team hat gezittert. Wer die meiste Macht hatte, führte durch Dominanz. In einer Welt, die sich immer schneller dreht, ist dieses Modell jedoch zum Scheitern verurteilt. Wer heute souverän führen will, braucht Präsenz statt Dominanz.

Das Problem ist, dass unser Ego verstehen den alten Boss-Modus liebt, weil er sich sicher anfühlt. Doch moderne Führung erfordert das Loslassen. Es geht darum, sicherzustellen, dass die klügsten Köpfe im Raum gerne zusammenarbeiten. Das erfordert ein tiefes Verständnis Deines inneren Bodyguards, der bei jedem Kontrollverlust sofort Alarm schlägt. Wahre Souveränität entsteht, wenn Du nicht mehr versuchst, der „Größte“ zu sein, sondern derjenige, der andere groß macht.


2. Charisma statt Manipulation: Der Birkenbihl-Check

Ein souveräner Leader überzeugt, ohne zu manipulieren. Aber wie entsteht diese magische Anziehungskraft, die wir oft als Charisma bezeichnen? Die Kommunikations-Expertin Vera F. Birkenbihl hat dazu eine klare Meinung: Charisma ist kein angeborenes Talent, sondern eine Folge Deiner inneren Einstellung.

In diesem Video erklärt sie, warum Deine Überzeugungskraft davon abhängt, ob Du Menschen wirklich respektierst oder sie nur als Werkzeuge für Deine Ziele benutzt.

„Ihre innere Einstellung – lieben Sie die Leute oder schätzen Sie sie zumindest? Das entscheidet, ob Sie Charisma haben.“ – Vera F. Birkenbihl

Die Kern-Insights aus dem Video für Deinen Führungsalltag:

  • Betroffenheit zeigen: Du kannst nur überzeugend rüberbringen, wovon Du selbst persönlich betroffen bist. Wer nur aus Lehrbüchern zitiert, wirkt wie ein Techniker – und Techniker haben in der Führung ausgedient.
  • Präsenz im Hier und Jetzt: Ein Leader muss präsent sein. Augenkontakt halten und im Moment ankommen schafft sofortige Verbindung, egal ob es 100 Leute sind oder ein einzelner Mitarbeiter.
  • Eigene Note entwickeln: Authentizität schlägt Perfektion. Sei die Person, die Du wirklich bist, statt eine Rolle zu spielen.

Hier geht's zum Video: Wie Menschen überzeugen | Vera F. Birkenbihl


3. Die Ego-Fallen im Management: Wo Du Dich selbst sabotierst

Das Ego eines Leaders ist ein Meister der Tarnung. Es kommt selten als offene Arroganz daher, sondern tarnt sich oft als „besonders hoher Qualitätsanspruch“, wenn es in Wahrheit nur lähmendes Mikromanagement ist. Um diese Fallen zu umgehen, musst Du lernen, Manipulation zu erkennen – und zwar primär die Selbstmanipulation Deines eigenen Verstandes, der Dir einredet, Du müsstest unfehlbar sein, um respektiert zu werden.

  • Die Wissens-Falle: Du glaubst, Du musst auf jede Frage eine Antwort haben. Das killt die Eigenverantwortung Deines Teams.
  • Die Feedback-Falle: Du hörst Kritik an einem Projekt und Dein Ego hört: „Du bist ein Versager.“ Die Folge? Rechtfertigung statt Reflexion.
  • Die Statussymbol-Falle: Wenn Dein Selbstwert an Deinem Titel hängt, bist Du emotional erpressbar. Wahre Souveränität speist sich aus Deinem Kern, nicht aus Deiner Visitenkarte.

4. Psychologische Sicherheit: Das Fundament für High-Performance

Grafik zum Thema souverän führen: Leadership als unterstützendes Fundament.

Wer wirklich souverän führen will, muss zuerst lernen, sich selbst und sein Ego zu meistern.

Wenn Du souverän führen willst, musst Du einen Raum schaffen, in dem Menschen sich trauen, verletzlich zu sein und Fehler zuzugeben. Das berühmte „Projekt Aristoteles“ von Google hat gezeigt, dass Psychological Safety der wichtigste Faktor für Top-Teams ist.

Ohne diese Sicherheit dominiert die Angst – und Angst ist der größte Kreativitätskiller. Wenn Du aufhörst zu „drücken“, fangen die Menschen an zu „ziehen“. Leadership ist hier ein Akt der Ermöglichung, der tief in Deinem eigenen [LINK zu 3.0: Weg zur Freiheit] verwurzelt ist. Erst wenn Du selbst innerlich frei von der ständigen Bestätigung anderer bist, kannst Du Deinem Team die Freiheit geben, exzellent zu sein.


5. Die Vernetzung: Führung als Zusammenspiel aller Ebenen

Leadership findet nicht isoliert statt. Wer exzellent führen will, muss die Vorarbeit in allen anderen Bereichen geleistet haben:

  • Selbstführung: Deine Gelassenheit im Chaos ist der Anker für Dein Team. Wenn Du Deinen inneren Kritiker nicht im Griff hast, wirst Du ihn unbewusst auf Deine Mitarbeiter projizieren und deren Motivation ersticken.
  • Kommunikation: Souveräne Führung ist zu 90 % Kommunikation. Ob Du Konfliktgespräche führen musst oder Feedback gibst – Deine Worte müssen klar, aber frei von Ego-Härte sein. Nutze Deine Schlagfertigkeit niemals, um jemanden klein zu machen, sondern um Deeskalation zu betreiben.

6. Leadership im Alltag: Vom Kontrolleur zum Mentor

Wie sieht souverän führen konkret aus? Anstatt Anweisungen zu bellen, stellst Du Coaching-Fragen wie: „Was brauchst Du von mir, um dieses Ziel zu erreichen?“. Dies setzt voraus, dass Du Deine eigenen Glaubenssätze auflösen konntest – vor allem den toxischen Satz: „Ich bin nur wertvoll, wenn ich der Beste bin.“

Wenn dieser Satz fällt, wird der Weg frei für echte Delegation und das Wachstum Deiner Leute. Du wirst vom Flaschenhals zum Katalysator. Das ist die höchste Form der Wirksamkeit in der Welt. Ein Leader, der nicht mehr von seinem Ego getrieben wird, ist unbesiegbar – nicht weil er nie verliert, sondern weil er nichts mehr beweisen muss.


7. Fazit: Deine Souveränität ist die Grenze Deines Teams

Dein Team wird niemals souveräner agieren als Du selbst. Dein Ego ist der gläserne Deckel auf dem Topf Deiner Organisation. Wenn Du lernst, diesen Deckel anzuheben, indem Du an Deiner eigenen Persönlichkeit arbeitest, ist das Wachstumspotenzial grenzenlos. Souverän führen ist kein statischer Zustand, sondern eine tägliche Praxis der Bewusstheit.

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Über den Autor

Yücel Yanaz

„Als ehemaliger Marketing-Insider und Agenturgründer hat Yücel Yanaz jahrzehntelang studiert, wie das menschliche Ego auf Trigger reagiert.

Heute nutzt er dieses Wissen als Begründer der EGO GO HOME-Methode, um Menschen aus der Falle der Selbstsabotage zu befreien. Er ist Experte darin, unbewusste ‚Glücks-Obergrenzen‘ zu sprengen und den ‚unsichtbaren Beifahrer‘ liebevoll auf den Rücksitz zu verbannen.

Sein Ziel: Echte innere Freiheit und Souveränität jenseits von Leistungsdruck und Ego-Strategien.“

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